Freitag, 13. September 2019

Spiegel…..

Ich wollte was zum Thema Spiegel schreiben, doch bis es soweit war…ist noch eine Menge passiert. Der Blogeintrag war gestern fertig und ich drückte auf veröffentlichen. Doch statt hier zu erscheinen ist er weg. Wo auch immer er ist, nur nicht hier. Dann wollte ich direkt heute morgen schreiben und mein Laptop wurde nicht mehr geladen. Jetzt geht er wieder und ich merke je mehr ich die Energie (also meine Energien) auf die vermeintlich negativen Dinge verschwende, um so öfter geht etwas schief. Das ist wohl mit Murphys Gesetz gemeint ;-). Oder mit negativen Gedanken die meine Wahrheit erschaffen. Ich spüre durch so etwas immer wieder, jeder hat Recht in seiner Wahrnehmung. Nun gut; das war ein kurzer Ausflug in mein Universum. Doch jetzt zum Spiegel. Wieso Spiegel? Ich meine nicht den bekannten, herkömmlichen Spiegel der in vermutlich jeder Wohnung hängt, sondern den von Außen. Ich habe bei einer Dokumentation mitgemacht die den Namen hatte; „Das Schicksal in unseren Genen. Was wollen wir über uns wissen? “ . Eine für mich anstrengende, mutige und lehrreiche Arbeit. Ich will auch gleich erklären wieso. Anstrengend; da wir fast eine Woche, jeden Tag gedreht haben. Mutig; weil ich Jana gezeigt habe wie sie jetzt ist. Ich habe auch in Kauf genommen, das manche es nicht verstehen und mir sogar unterstellen, ich heische nach Aufmerksamkeit. Das ist übrigens in gewissen Maße richtig. Die Krankheit ist so selten das es mir ein Bedürfnis ist immer wieder zu betonen, das es sie gibt. Wie man mit ihr Leben kann. Mit dem Wissen um diesen Gendefekt und nach dem Ausbruch. Ich habe in den letzen Jahren seit der Diagnose ganz viel gelernt. Selbstliebe war bis dahin nur Theorie. Der Begriff „Positive Energien“ eine Plattitüde. Das und so vieles mehr durfte ich lernen. Wobei ich schon bei lehrreich bin. Es kam der Tag der Ausstrahlung. Ich war nicht allein. Mein Sohn und mein Partner waren bei mir. Was dann passierte hatte Jana in ihrem Kopf nicht vorgesehen. Mir liefen so die Tränen. Der Film war einerseits so gut. Es wurde so ehrlich und doch so behutsam mit diesem Thema umgegangen. Doch etwas anderes war noch übermächtiger. Ich sah mich von Außen und ich mochte nicht was ich sah. Bähm!! Da war dieses Schwanken, dieses Lallen. Ich filterte nur das vermeintlich schlechte heraus und hatte Mitleid, Trauer und auch Wut. Das schlimmste war ich gestattete mir nicht, das alles zu fühlen. Denn es ist wie es ist. Einfach doof!!! Ich grübelte die ganze Nacht und erst am nächsten Morgen (als ich quasi eine Nacht drüber schlief) erlaubte ich mir all meine Gefühle. Es war okay, ich bin OKAY! Anders, doch okay. Ich habe so viel in meinem Leben nach der Diagnose geändert. Ich bin so reich! Nicht im materiellen Sinn, doch im Herzenssinn. Ich habe wunderbare Herzmenschen um mich herum, ich habe Spaß, ich bin glücklich. Heute kann ich den Film schauen und ich sehe eine Frau auf die ich stolz bin. Die nicht aufgibt. Danke Stephan und danke Dinah. Das ich euch kennenlernen durfte, das wir diesen tollen Film gemacht haben und das ein weiteres Stück Klarheit in meinem Universum ist.

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